in direkter Stammnähe

Für das zeitige Frühjahr ist es noch nicht so  problematisch blühende Stauden zu finden,  denn das Blätterdach ist noch nicht entwickelt, die Pflanzen sind in der Lage  Licht tanken.

Anemone nemerosa, das Buschwindröschen gehört zu den beliebten Vertreter der Krautschicht in Laubwäldern, auch der Bärlauch , der nicht nur seine frischgrünen Blätter fürs Pesto liefert sondern dazu  wunderschöne weiße schaumige Blüten, die ebenfalls essbar sind. 

Beide Spezies möchten gerne ungestört unter Bäumen wachsen. Beide ziehen sich zurück  sobald es ihnen unter dem wachsenden Blätterdach zu schattig wird, das Verwelken ist dann kein so schöner Anblick, wird aber durch eine gut überlegte Kombination mit   später  austreibenden Stauden wie zum Beispiel Funkien kaschiert.

Im späten Frühjahr/Sommer lässt das Laubdach  immer weniger Licht hindurch. Der Platz in unmittelbarer Stammnähe ist jetzt besonders problematisch,, er wird nicht nur immer dunkler sondern auch immer trockener.

Viele ausläufertreibende oder teppichbildende Stauden behaupten  hier ihren Platz. Allen voran Waldsteinia ternata, die Golderdbeere, eine Allrounder im Staudenbereich. Das glänzendgrüne Laub ist wintergrün, zeigt also auch in der kahlen Jahreszeit noch Farbe.

Die Walderdbeere Fragaria vesca lädt zum Naschen ein: ihre kleinen roten Früchte haben ein ganz besonders intensives Aroma und Symphytum grandiflorum, der Beinwell ist ein Nektarparadies für Bienen und Hummeln.

Anemone nemerosa-Buschwindröschen

Fragaria vesaca - Walderdbeere

Epimedium Frohnleiten - Elfenblume

Eine besonders edle Bepflanzung erreicht man mit  der Elfenblume ( Epimedium).  Hier gibt es auch wintergrüne Sorten wie z.B. die bekannte ‚Frohnleiten‘.  Das ledrige Laub bekommt im Laufe des Jahres eine besonders attraktive marmorierte Herbstfärbung. Die zarte gelbe Blüte zeigt sich im April noch bevor die frischen Blätter treiben. Elfenblumen vertragen ausgezeichnet Trockenheit und Wurzeldruck.

Wer Spontanität liebt und sich gerne mal überraschen lässt  pflanzt den Corydalis lutea , den Lerchensporn oder Viola odorara, das Duftveilchen.
Beide säen sich gerne aus und suchen sich weitere Plätze im Garten ohne lästig zu werden.